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Februar | Woche 09
von Hildegard Schwaninger
Ein Ereignis, auf das sich Viele freuen, hängt an einem dünnen Faden. Der Auftritt von Placido Domingo (Bild)
am Zürcher Opernhaus in Verdis „Simone Boccanegra“ am 23.März ist
restlos ausverkauft. Nun müssen die Fans zittern. Der Startenor liegt
in New York im Krankenhaus. Ob er in Zürich singen kann, wird sich in
etwa einer Woche entscheiden. Da wird Domingo in New York operiert, und
man wird Genaueres wissen, was er hat.
Bei einem Auftritt in den USA hatte er plötzlich Schmerzen im
Unterleib. Trotzdem flog er nach Tokio, wo er ein Konzert hatte. Es war
das für ihn typische Pflichtbewusstsein; er wollte die Truppe von 250
Musikern, Chor und Orchester, die mit ihm zu diesem Gastspiel der Arena
di Verona reisten, nicht im Stich lassen. Wären nicht so viele Menschen
involviert gewesen, wäre er wohl nicht gereist.
Er trat in Tokio auf, flog dann gleich nach New York zurück. Sechs
Wochen, hiess es zuerst, werde er nicht singen oder dirigieren können.
London und Mailand hat er bereits abgesagt. Sein erster Auftritt nach
der Operation soll Zürich sein.
Intendant Alexander Pereira:
„Er will singen, aber ob er singen kann, ist eine Frage der
gesundheitlichen Entwicklung.“ Wir alle können nur hoffen und diesem
überragenden Künstler alle unsere positiven Gedanken nach New York
schicken.
STARGAST NUBYA
Zwischen dem Baur au Lac und The Dolder Grand, den zwei
Nummer-1-Luxushotels, gibt es zwei markante Unterschiede. Im Baur au
Lac ist absolutes Hundeverbot, dafür darf man rauchen (wenn man eine
Stunde in der Halle gesessen ist – den Hund hat man notgedrungen im
Auto parkiert – riecht man wie ein voller Aschenbecher), im Dolder
Grand darf man nicht rauchen, dafür sind Hunde hochwillkommen. Es wird
ihnen sofort ein Wassernapf gebracht.
Am Donnerstag trat in der Bar des Dolder Grand Nubya
(Bild) auf, die herrliche Jazz- und Bluessängerin (1,78 Meter gross,
Vater Nigerianer, Mutter Baslerin) als Stargast von Pianist Robi Weber
und seinem Quartett. Bar: knallvoll. Alle waren begeistert, und fragten
sich, warum die in New York augebildete Nubya nicht eine grosse
internationale Karriere macht.
Ein paar Fans fehlten, sie waren bei der
Konkurrenzveranstaltung, dem Jazzkonzert im Hotel Eden au Lac. Dort
feierte Regisseur Rolf Lyssy, der Drummer von „All that Jazz“, seinen 74. Geburtstag.
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